Medizin der Zukunft und wir – der VKTA – waren beim Offenen Regierungsviertel 2026 in Dresden dabei

Der Tag begann für die Aussteller früh mit Aufstellen der Stände und Vorbereiten der Exponate – zum Glück war in der Nähe des VKTA-Stands ein Mobil der Dresdner Kaffeerösterei, was half, den Kreislauf an dem zwar unter strahlend blauem Himmel schönen, aber kühlen Sonntagvormittag in Schwung zu halten. Der Tag verging mit vielen Gesprächen und noch mehr Fragen der Besucher, die teils nur das große Ganze verstehen, teils sehr spezifisch Wissen aufnehmen wollten. Der Besuch unseres Staatsministers Sebastian Gemkow hat uns sehr erfreut. Der trotz großer Veranstaltungskonkurrenz in Dresden und dem zu Ausflügen lockenden Wetter gute Besucherandrang an diesem Tag des offenen Regierungsviertels ließ die Aussteller zufrieden, aber erschöpft gegen 18:30 Uhr die dann schon recht leere Veranstaltungsfläche verlassen. Unser Fazit: Gerne wieder!

„Der VKTA untersucht und kontrolliert im Rahmen der Good Manufacturing Practice (GMP) für verschiedene Kooperationspartner und Kunden die nukleare Reinheit unterschiedlicher Radiopharmaka mittels Gammaspektrometrie und leistet dadurch einen Beitrag zur Qualitätssicherung und zum Schutz von Patienten.“

Phytoremediation – Nutzung von Pflanzen gegen radioaktive Belastung. Vorstellung der BMFTR geförderten Projekte RENA & ReNATE.

Radiopharmaka – von der hochaufgelösten Gammaspektrometrie in der Qualitätssicherung der Produktion bis zur Messung und Entsorgung der kontaminationsverdächtigen Reststoffe aus der Forschung und der Anwendung am Menschen.

Mit seinem wissenschaftlichen und technischen Know-How beteiligt sich das akkreditierte Labor für Umwelt und Radionuklidanalytik des VKTA in Kooperation mit anderen universitären Einrichtungen und industriellen Partnern regelmäßig an Forschungsvorhaben. In den kürzlich abgeschlossenen Projekten RADEKOR und ExperT sind Fragestellungen zur Aufnahme und Ausscheidung von Radionukliden betrachtet worden, die zum einen mit der Nahrung und zum anderen bei medizinischen Behandlungen in den Körper gelangen können. Ziel der experimentellen Untersuchungen waren die Entwicklung von analytischen Methoden, die letztlich zur Verbesserung des Strahlenschutzes von Mensch und Umwelt im allgemeinen sowie Patienten, Angehörige und medizinischem Personal im Besonderen beitragen.

Mit dem aktuell laufenden Projekt ADAM-99 wird das Ziel verfolgt, einen von der Uranspaltung in Reaktoren unabhängigen Herstellungsweg für Molybdän-99 zu finden und zu etablieren, da Molybdän-99 der Ausgangspunkt für Technetium-99m als eines der wichtigsten Radionuklide für die medizinische Diagnostik ist. Der stetig wachsende Bedarf an Speichersystemen für elektrische Energie zieht eine wachsende Nachfrage an Lithium nach sich. Innerhalb des Projektes ThermIon, das auf einen längeren Untersuchungszeitraum ausgelegt ist, wird die Entwicklung einer wirtschaftlichen und nachhaltigen Technik zur Extraktion von Lithium aus geothermalen Wässern mithilfe von Ionenpumpen untersucht.

v. l.n.r.: Dr. Kay Großmann (Rückbau und Entsorgung), Dr. Richard Husar (Umwelt- und Radionuklidanalytik) und Dr. Thomas Kaden (Strahlenschutz) am Stand des VKTA