Eine mit Mitteln des Freistaates Sachsen erstellte Machbarkeitsstudie zeigt auf, wie ein sogenannter Flüssigsalzreaktor ohne konventionelle Wiederaufarbeitung zur Beseitigung von hochradioaktiven Abfällen betrieben werden kann. Damit könnte die Notwendigkeit eines Endlagers mit Standards gemäß Standortauswahlgesetz (StandAG) entfallen und sich der Freistaat Sachsen mit dieser innovativen Technologie eine weltweite Technologieführerschaft mit Exportchancen sichern. Unter Federführung der Technischen Universität Dresden in Person von Dr. Carsten Lange (Leiter AKR-2) wurde die „Machbarkeitsstudie zur Umsetzung des Leuchtturmprojektes Transmutation ohne Wiederaufarbeitung“ erarbeitet. Ziel ist es, die energetische Unabhängigkeit und Wettbewerbsfähigkeit Europas zu sichern und gleichzeitig eine breite soziale und politische Akzeptanz durch die Lösung bzw. deutliche Entschärfung des Endlager-Problems zu schaffen. Beteiligt waren u. a. Prof. Dr. Bruno Merk von der Universität Liverpool als grundlegender Ideengeber. Zudem wurden nicht unerheblichen Zuarbeiten des VKTA für diese Studie von einem kleinen Projektteam, geleitet von Dr. Kay Großmann und Dr. Thomas Kaden, eingebracht. Dieses sächsische Leuchtturmprojekt wurde am 05.11.2026 im Nicolaihaus in Berlin unter Moderation von Prof. Claus-Erich Boetzkes vorgestellt.
Hier finden Sie die zugehörige Pressemitteilung der Technischen Universität Dresden sowie auch weitere Informationen und Details zum Projekt DEMO (Experimentalrecyclingreaktor NuCycle).
