Festveranstaltung

Festveranstaltung am 19. September 2019 anlässlich der Beendigung der nuklearen Altlastensanierung in Rossendorf

Mit dem Beschluss zur friedlichen Nutzung der Kernenergie im Jahre 1955 läutete die DDR den Beginn und im wahrsten Sinne des Wortes „Ur-Kern“ des gesamten nuklearen Forschungsstandortes in Rossendorf ein. Nach kurzer Bauzeit wurde der Forschungsreaktor Ende 1957 erstmals kritisch und konnte mit mehr als 100.000 Stunden sicher bis 1991 betrieben werden. Bereits im Jahr 1993 starteten die Planungen für Abriss der ehemaligen nuklearen Altanlagen. Nach über 25 Jahren werden nunmehr am 19. September 2019 die Stilllegungs- und Rückbauarbeiten zum Abschluss gebracht.

„Mit diesem historischen Tag haben wir das angestrebte Ziel der „Grünen Wiese“ auf dem Gelände des ehemaligen Rossendorfer Forschungsreaktor erreicht“, sagt Dr. Dietmar Schlösser, Direktor des VKTA. „Die Fläche steht wieder dem Forschungsstandort für eine freie Nutzung zur Verfügung.“ In einem, am 19. September 2019 stattfindenden, Festakt wird die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Frau Dr. Eva-Maria Stange, die offizielle Entlassung des sanierten Reaktorgeländes aus dem Atomgesetz vom Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Herrn Thomas Schmidt, entgegennehmen.

Doch das war nicht die einzige Rückbauaktivität des VKTA. Bereits in vergangenen Jahren konnte der VKTA die anderen kerntechnischen Einrichtungen, wie z. B. die Isotopenproduktion oder die verschiedenen Anlagen der nuklearen Entsorgungswirtschaft, erfolgreich zurückbauen und die Gelände sanieren.

Was bleibt, sind die vorhandenen und die noch zukünftig anfallenden Reststoffe und Abfälle. Die Freigabe von Reststoffen aus den ehemaligen und heutigen Einrichtungen am Standort sowie die Behandlung und Entsorgung der Abfälle bleiben weiterhin zentrale Aufgaben des VKTA. Gerade die Entsorgung der radioaktiven Abfälle in das Bundesendlager Konrad, welches voraussichtlich erst 2027 öffnet, wird aus heutiger Sicht noch bis 2056 andauern. Gleichermaßen ist der Verbleib der im Zwischenlager Ahaus befindlichen Brennelemente derzeit ungeklärt. Ein Endlager des Bundes für diese Abfälle soll frühestens 2051 zur Verfügung stehen.

In den vergangenen Jahren hat sich hierzu der VKTA bereits zukunftsorientiert aufgestellt. In den kommenden Jahren wird es die Aufgabe sein, dies zu festigen und weiter auszubauen, denn die Aufgaben des VKTA werden weiter Bestand haben. Durch seine Expertise in den Bereichen Strahlenschutz, Analytik und Entsorgung bleibt der VKTA auch zukünftig ein verlässlicher Ansprechpartner am und außerhalb des Forschungsstandortes Rossendorf.

Presseinformation zum Download:

VKTA Medieninformation zur Festveranstaltung

Pressevertreter können sich für die Veranstaltung bis zum 18. September 2019 unter folgender Kontaktadresse anmelden:

VKTA – Strahlenschutz, Analytik & Entsorgung Rossendorf e. V.
Öffentlichkeitsarbeit
Herr Gregor Beger
Bautzner Landstraße 400 | 01328 Dresden

Telefon: +49 (0) 351-260-3385
E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@vkta.de

Bilder des Rossendorfer Forschungsreaktors

Diese Bilder sind für Presseveröffentlichungen über den VKTA im Rahmen der in dieser Pressemitteilung beschriebenen Veranstaltung freigegeben. Sie können kostenlos unter Angabe der Quelle verwendet werden.