Rückbau Reaktoren    
 
Rossendorfer Ringzonenreaktor (RRR)
Der RRR war der erste Reaktor, der in der DDR eigenständig entwickelt wurde. Er war ein leichtwassermoderierter und -gekühlter Reaktor mit Grafitreflektor, der zwischen 1962 und 1991 mit einer Leistung von maximal einem Kilowatt betrieben wurde.
Aufgrund ihrer geringen Leistung werden solche Experimentalreaktoren auch als Nullleistungsreaktoren bezeichnet. Durch den Einbau eines schnellen Einsatzgitters wurde der RRR 1972 zu einem gekoppelten schnell/thermischen System erweitert.
Der RRR diente der reaktorphysikalischen Grundlagenforschung, insbesondere wurden Messverfahren in der Neutronenspektrometrie, für die Reaktivitätsmesstechnik und die Reaktordiagnostik entwickelt und erprobt.
Rossendorfer Ringzonenreaktor mit Steuerpult
(© VKTA 1992)
  Mit dem Ende der reaktorphysikalischen Forschung in Rossendorf wurde der RRR nicht mehr benötigt. Der Kernbrennstoff wurde aus dem Reaktor entfernt und gesichert. Der RRR wurde vollständig abgebaut, die Reaktorhalle freigemessen und die Anlage aus dem Geltungsbereich des Atomgesetzes entlassen. Im Mai 2000 wurde das Gebäude dem Forschungszentrum Rossendorf zur anderweitigen Nutzung übergeben.
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