Abfall- und Kernmaterialmanagement

Radioaktive Abfälle

Die beim Betrieb und Rückbau der kerntechnischen Anlagen entstehenden radioaktiven Abfälle werden im VKTA zwischengelagert. Dafür betreibt der VKTA das Zwischenlager Rossendorf für alle Arten von festen radioaktiven Abfällen. Hier verbleiben diese Abfälle bis zu ihrer Abgabe an ein Endlager des Bundes.

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Bei dieser Zwischenlagerung unterscheidet man die verschiedenen Arten der Abfälle, da deren Handhabung unterschiedlich ist. Feste schwachradioaktive Abfälle werden in Primärbehältern, meist in 200-Liter-Abfallfässern gelagert. Sie befinden sich während der Zwischenlagerung in 20 ft. Fracht- oder in sogenannten KONRAD-Containern. Abfälle mit einer höheren Aktivität bzw. einer höheren Ortsdosisleistung sind in Abschirmbehältern eingestellt, die aus Gusseisen oder Eisen-Granulatbeton bestehen.

Weiterhin betreibt der VKTA für den gesamten Forschungsstandort Rossendorf alle Auffanganlagen für Laborabwässer sowie die Laborabwasser-Reinigungsanlage. Die anfallenden Laborabwässer werden durch den Strahlenschutz radiologisch kontrolliert und anschließend chemisch aufbereitet, um danach in die kommunale Abwasserkanalisation abgegeben zu werden. Sollten Laborabwässer oder flüssige radioaktive Abfälle einer Behandlung bedürfen, so stehen dem VKTA verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Ein wesentlicher Bestandteil des Abfallmanagements ist die Dokumentation der Abfälle. Dabei müssen alle genehmigungs- und strahlenschutzrechtliche Aspekte beachtet und die Bedingungen des Endlagers KONRAD eingehalten werden. Zu diesem Zweck bedient sich der VKTA eines elektronischen Buchführungssystems, welches den gesamten Abfallfluss mit allen stofflichen und radiologischen Parametern abbildet.

Eine weitere wesentliche Aufgabe beim Rückbau der kerntechnischen Anlagen ist es, das am Rossendorfer Forschungsstandort vorhandene Kernmaterial zu sichern und einer fachgerechten Entsorgung zuzuführen. Zur Erfüllung dieser Aufgabe wurde das gesamte Kernmaterial deshalb in einer eigens dafür errichteten Anlage zusammengefasst. Dort existieren die erforderlichen technischen Einrichtungen zur sicheren Verwahrung und zur entsorgungsgerechten Konditionierung von Kernmaterial.


Abwasser und konventionelle Abfälle

Anhand der im Zuge der Reststoff- und Abfalldeklaration ermittelten Informationen werden (freigegebene) Abfälle aus Rückbau und Betrieb den geeigneten Entsorgungswegen gemäß KrW/AbfG zugeführt.

Konventioneller_Abfall_1 Konventioneller_Abfall_2 Konventioneller_Abfall_3

Je nach Schadstoffgehalt, aber immer unter dem Gesichtspunkt des Verwertungsvorranges, werden die Abfälle den entsprechenden Abfallkategorien zugeordnet.

Um eine ordnungsgemäße Entsorgung sicherzustellen, arbeiten wir mit zuverlässigen Entsorgern zusammen. Insbesondere legen wir Wert auf Transparenz bezüglich des Verbleibs der Abfälle.

Für die Entsorgung von Abfällen nach eingeschränkter Freigabe (zur Beseitigung) sind besondere Forderungen der StrlSchV zu beachten.
Werden im Rahmen der Reststoff- und Abfalldeklaration Schadstoffe in größerem Umfang festgestellt, so kann im Vorfeld von Rückbaumaßnahmen die Rückbautechnologie entsprechend beeinflusst werden. Damit werden drei Zielstellungen verfolgt:

  • Maßnahmen im Rahmen des Arbeitsschutzes
  • Minimierung von Umweltschädigungen beim Ausbau schadstoff-kontaminierter Bauteile unter Berücksichtigung von Boden / Grundwasser
  • Sachgerechte Entsorgung von gefährlichen Abfällen inkl. der Nachweisführung im elektronischen Nachweisverfahren